Auch Fürth hat jetzt eine Freiwilligenbörse

Im Februar hat in Fürth eine Freiwilligenbörse ihre Türen geöffnet. Zentral in der Altstadt gelegen, in einem kleinen Büro in der Gustavstraße ist Stephanie Völker die Ansprechpartnerin rund ums Ehrenamt Vier Wohlfahrtsverbände, Caritas, Diakonie, AWO und BRK, haben sich in einer Arbeitsgemeinschaft zusammengetan und tragen gemeinsam dieses Projekt. Mit der Koordinationsstelle soll das freiwillige soziale Engagement im ganzen Stadtbereich gefördert werden.

 

„Unser Ziel ist es, Angebot und Nachfrage genau anzupassen“, sagt Angelika Allen, die Geschäftsführerin des Caritasverbandes Fürth. Wünsche und Interessen von Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, und Bedürfnisse der Wohlfahrtsverbände könnten mittels der neuen Stelle besser aufeinander abgestimmt werden, erhofft sich Allen. Außerdem sei die Freiwilligenbörse eine Chance, die vielfältigen sozialen Einsatzfelder der Verbände einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. 

 

Die Fürther Caritas hat bei dem Projekt die Initiative ergriffen. Frau Völker ist mit 15 Wochenstunden bei der Caritas angestellt. Die beteiligten Wohlfahrtsverbände teilen sich die Kosten. In den Projekttopf fließen auch freiwillige Leistungen der Stadt Fürth, die die Verbände zweckgebunden für die Förderung des Ehrenamts erhalten. Das gemeinsam aus der Taufe gehobene Projekt bezeichnen die Verbände als ein einmaliges Unternehmen. Dies sei auch ein Zeichen für die bewährte gute Zusammenarbeit in Fürth  

 

„Jeder ist hier willkommen“, betont Stephanie Völker, die selbst mit viel Engagement an ihre Aufgabe geht. „Ich will von den Menschen her denken"“, beschreibt sie ihr Anliegen. „Das wichtigste ist, dass die Menschen, die sich engagieren möchten, Freude an der Tätigkeit haben.“ Dann könnten sie einen persönlichen Gewinn aus dem Ehrenamt ziehen. Für die Wohlfahrtsverbände sei es Standard, Ehrenamtliche zu schulen und kontinuierlich zu begleiten, versichern die Wohlfahrtsverbände.

 

Frau Völker will als erstes ein Besuchsdienstprojekt starten. Es soll sich auf die Fürther Innenstadt konzentrieren und unter dem Motto „Hallo Nachbar" für Nachbarschaftsdienste werben. Angefragt sind Menschen jeden Alters, die ein wenig Zeit in der Woche verschenken wollen, erklärt Frau Völker. Zum Beispiel: mit einem alten Menschen spazieren oder einkaufen gehen oder vorlesen.

 

„Soziales“ und „Ehrenamt“ ist der 30-jährigen Geisteswissenschaftlerin nicht fremd. Stephanie Völker war einige Jahre als Bildungsreferentin im Erzbischöflichen Jugendamt in Fürth und als hauptamtliche Vorsitzende des Bundes der Katholischen Jugend (BDKJ) in der Erzdiözese tätig und arbeitete viel mit Freiwilligen zusammen.

 

Öffnungszeiten der Freiwilligenbörse in der Gustavstraße 48 in Fürth: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 12 bis 15 Uhr, Donnerstag von 16 bis 19 Uhr sowie an jedem 1. Samstag im Monat von 10 bis 13 Uhr. Telefonisch ist die Freiwilligenbörse unter der Rufnummer 0911/ 89108888 zu erreichen.