Katholische Jugend: Zum Jubiläum eine Wurzelbehandlung

Für die katholische Jugend im Erzbistum Bamberg bringt das Jahr des Bistumsjubiläums noch weitere Geburtstage. Das Erzbischöfliche Jugendamt wurde vor 70 Jahren gegründet, und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend besteht seit 60 Jahren. Unter dem Motto „Roots into Future“ feiert und präsentiert sich deshalb die katholische Jugendverbandsarbeit mit verschiedensten Veranstaltungen und Projekten vom 23. Juni bis 8. Juli 2007.

 

Auftakt ist der 23. Juni, an dem um 18.00 Uhr ein Gottesdienst mit Erzbischof Dr. Ludwig Schick in der Kirche St. Martin in Bamberg geplant ist. Dabei wird die Messe „Wege ins Leben“ unter Mitwirkung des Feuerstein-Chores aufgeführt. Ab 19.30 Uhr laden dann der BDKJ und das Erzbischöfliche Jugendamt zum festlichen Empfang mit anschließender Geburtstagsparty in die Bamberger Haas-Säle ein. Während dieser Veranstaltung soll auch die neue Stiftung „Option für die Jugend“ aus der Taufe gehoben werden.

 

Der 24. Juni soll dann zu einem Sonntag der Jugend werden. Nach Möglichkeit sollen in allen Dekanaten und in vielen Pfarreien des Erzbistums an diesem Sonntag Jugendgottesdienste stattfinden.

 

Während der Bistumstage zum Heinrichsfest vom 6.-7. Juli wird es dann über drei Tage hinweg ein attraktives, unterhaltsames und informatives Programm im „Zentrum der Jugend“ zwischen Heumarkt und Gabelmann geben.

 

Verbindendes Element über all diese Tage hinweg ist das Projekt „Wurzelbehandlung“. Das klingt nach Zahnarzt! Gemeint ist jedoch die Beschäftigung mit den eigenen Wurzeln, nämlich mit der Geschichte der Jugendarbeit in der Diözese Bamberg. Ziel ist es, dass Jugendliche die Vergangenheit der Jugendarbeit in den Pfarreien, Dekanaten und Verbänden erforschen. Der BDKJ erhofft sich davon, dass die Jugendlichen dadurch ein größeres Verständnis für das gegenwärtige „Aussehen“ kirchlicher Jugendarbeit entwickeln und zugleich Impulse für deren Gegenwart und Zukunft gewinnen.

 

Die Fragestellung ist sehr weit angelegt. Allgemeine Themen (z. B. “Die katholische Jugendarbeit in den 1970er Jahren”;  “Die Entwicklung der Jugendwallfahrten in der Erzdiözese”) können ebenso Gegenstand sein wie regionale und lokale oder verbandsspezifische Geschichte (z. B. “Die Jugendarbeit in der Pfarrei XXX nach dem Zweiten Weltkrieg”, “Ministrantenarbeit in XXX von … bis …”, “Die Entstehung der KJG-Ortgruppe XXX” …).

 

Die Ergebnisse sollen in einer Art “Work-Shop-Meile” im “Zentrum der Jugend” während der Bistumstage zum Heinrichsfest einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Aber auch für das Pfarrei- oder Verbandsleben kann dieses Projekt bereichernd wirken. So könnte ein Ergebnis der Recherchen vielleicht eine Theateraufführung einer Jugendgruppe sein, die darin frühere Zeiten wieder aufleben lässt. Es könnten Interviews mit ehemals in der Jugendarbeit Aktiven geführt und so auch der Dialog zwischen den Generationen gefördert werden. Dem Pfarrarchiv könnte ein Besuch abgestattet, die Pfarrscheune nach alten Utensilien durchsucht und ihr ehemaliger Gebrauch erforscht werden. Verbände oder verbandliche Ortsgruppen wagen vielleicht den Blick darauf, wie der Verband in seiner Geschichte geprägt wurde, wie er sich in seinen Inhalten und Ausrichtungen verändert hat, und gewinnen dadurch neue Einblicke in das eigene Selbstverständnis oder Perspektiven für eine Weiterentwicklung.

 

Am Ende sollen die Einzelprojekte in einer Projektdokumentation veröffentlicht und die interessantesten Projekte mit einen kleinen Preisgeld ausgezeichnet werden.

 

Die einzelnen Gruppen sollen grundsätzlich selbstständig arbeiten, jedoch gibt es zur Koordination des ganzen Projektes und zur punktuellen Unterstützung der Gruppen Projektkoordinatoren: Sebastian Zink aus Bamberg und Angelina Langer aus Fürth. Sie stehen für weitergehende Informationen, Fragen und Anregungen gerne zur Verfügung.

 

Das Motto der Jugendveranstaltungen während des Bistumsjubiläums „Roots into Future“ leitet sich also direkt von der Spurensuche im Projekt „Wurzelbehandlung“ ab. Gleichzeit wird damit unterstrichen, dass die katholische Jugendverbandsarbeit sowohl in ihrer Vergangenheit und der Kirche verwurzelt ist als auch gleichzeitig in ihrer Arbeit auf die Zukunft ausgerichtet ist.

 

Björn Scharf

 

 

Kontakt:

Sebastian Zink:

E-Mail: sebastian.zink(at)eja-bamberg.de,

Tel. (0160) 94152947

 

Angelina Langer:

E-Mail: angelina.langer(at)gmx.de.

 

Aktuelle Informationen sowie unterstützende Materialien finden sich auf der Homepage www.bdkj-bamberg.de.